Akne kann eine unangenehme Erinnerung hinterlassen. Selbst wenn Pickel und Mitesser verschwunden sind, können Narben zurückbleiben. Rund 40 % der Akne-Betroffenen leiden unter Narbenbildung.¹ Doch was genau sind Akne-Narben – und was kann man dagegen tun?
Akne-Narben entstehen durch Entzündungen und Schwellungen unter der Hautoberfläche. Diese führen zu einem Trauma der Haut.¹′² Während des Entzündungsprozesses geraten gewebeabbauende und gewebeaufbauende Enzyme aus dem Gleichgewicht. Bei Menschen, die zu Narben neigen, werden besonders viele gewebeabbauende Enzyme gebildet.³ Das Ergebnis: Die Haut kann sich nicht vollständig regenerieren, und es bleiben Narben zurück.
Die Entstehung von Akne-Narben nach dem Rückgang der eigentlichen Entzündungen ist ein weit verbreitetes Problem. Jede:r fünfte Akne-Betroffene leidet unter Narbenbildung. Jungen und Männer neigen eher dazu, Akne-Narben zu entwickeln. Auch die Genetik spielt eine Rolle: Wenn Familienmitglieder bereits starke Akne oder Akne-Narben hatten, steigt das eigene Risiko unter Akne-Narben zu leiden.² Außerdem gilt: Je länger Akne unbehandelt bleibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Narben entstehen.²
Atrophe (eingesunkene) Narben sind die häufigste Form.²’⁴ Sie entstehen, wenn zu wenig Kollagen für die Reparatur der Haut produziert wird. Die Haut sinkt dadurch ein.Es gibt drei Unterarten:
Hypertrophe (erhabene) Narben entstehen, wenn zu viel Kollagen gebildet wird, um die Haut zu reparieren. Die Narbe wirkt wulstig und erhaben.
Akne-Narben kann man wirksam vorbeugen. Der wichtigste Schritt dabei ist, die Akne frühzeitig in Abstimmung mit dem Hautarzt bzw. der Hautärztin behandeln zu lassen.²′⁴′⁵ Denn eine ärztlich verordnete, individuell abgestimmte Therapie mit geeigneten Medikamenten kann Narben wirksam verhindern oder bestehende Narben verbessern. Gerade bei schwerer Akne sollte so früh wie möglich eine Hautärztin oder ein Hautarzt aufgesucht werden.
Fazit: Akne-Narben lassen sich nicht immer vollständig vermeiden. Aber mit der richtigen Behandlung und einigen einfachen Verhaltensregeln kann man das Risiko deutlich senken. Am wichtigsten ist: Akne ernst nehmen und frühzeitig handeln.
Quellen: 1. Tan J, Kang S, Leyden J. Prevalence and Risk Factors of Acne Scarring Among Patients Consulting Dermatologists in the USA. *J Drugs Dermatol.* 2017;16(2):97-102.
2. American Academy of Dermatology. Acne scars: who gets and causes. https://www.aad.org/public/diseases/acne/derm-treat/scars/causes
3. American Academy of Dermatology. Pimple popping: why only a dermatologist should do it. https://www.aad.org/public/diseases/acne/skin-care/popping; How to treat deep, painful pimples. https://www.aad.org/news/how-to-treat-deep-painful-pimples; 5 ways to help your teenager survive acne. https://www.aad.org/public/diseases/acne/acne-teenage-five-ways-to-help
4. Connolly D, Vu HL, Mariwalla K, Saedi N. Acne scarring—pathogenesis, evaluation, and treatment options. *J Clin Aesthet Dermatol.* 2017;10(9):12-23.
5. S2k-Leitlinie "Therapie der Akne" AWMF-Register-Nr.:013-017.